Ohne Sport würde mir definitiv was fehlen.Florian

Für mich hat Sport schon immer eine große Rolle gespielt und wird sicher auch immer ein extrem wichtiger Bestandteil meines Lebens sein. Seit ich 5 Jahre alt bin, war ich in Vereinen aktiv und habe viel ausprobiert. „Meine“ Sportart ist aber seit Tag eins der Handball. Mein Papa hat damals schon auf meiner Position in der 1. Liga gespielt und ist seither auch nach wie vor eines meiner Vorbilder in diesem Sport. Andere Vorbilder sind da übrigens noch Mikkel Hansen und Petr Djordjic. Die sind beide super dynamisch und haben ein unfassbares Wurfrepertoire – definitiv meine Lieblingsspieler!

Handball ist in meinen Augen eine unglaublich faire, aber zeitgleich harte Sportart. Man haut sich gefühlt die ganze Zeit beim Spiel auf die Fresse und trinkt dann aber mit dem Gegner nach dem Spiel gemeinschaftlich ein Bier in der Kabine. Das klingt im ersten Moment erstmal etwas stumpf, aber der Sport verlangt ein sehr hohes Spielverständnis und Intelligenz. Es gibt hunderte Spielzüge und Varianten, welche alle im Kopf gespeichert werden müssen und in jeder Spielsituation sofort abgerufen und umgesetzt werden müssen. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt da selten.

Ich glaube es ist auch das allgemeine Untereinander beim Handball, was den Sport so toll macht. Man fühlt sich ein wenig wie in einer großen Familie, wenn man die anderen Handballer trifft. Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist Handball in meinen Augen überhaupt nicht arrogant oder abgehoben. Die meisten Profihandballer sind schon sehr auf dem Boden geblieben und profilieren sich nicht nach außen mit dem Sport – das macht es für mich persönlich auf jeden Fall umso attraktiver.

Während der Saison gehe ich dann noch 2-3 mal die Woche ins Gym und probiere zwei Ganzkörpertrainingstage und einen Tag Athletik bzw. Sprung- und Explosivitätstraining einzubauen. Außerhalb der Saison sieht das dann schon ein wenig anders aus. Da kommen meist noch Laufeinheiten und ein klassisches Push-Pull Training dazu. Finde ich auch super wichtig, dass man neben dem Werfen an seiner Schnelligkeit und Kraft arbeitet – schließlich will ich irgendwann mal in der 3. Bundesliga im Handball spielen. Da habe ich noch ein wenig Arbeit vor mir.

Außerhalb des Handballs fände ich übrigens Crossfit mal total spannend. Ich baue zwar in meine Trainings schon viele Elemente ein, aber der Wettkampfcharakter reizt mich schon. Ist übrigens auch ein guter Tipp, wenn man sich mal unmotiviert fühlt: ich schaue mir dann gerne die Crossfit Games an und denke mir „Fuck, wie fit sind diese Typen?“. Da kommt die Motivation immer 110% zu geben von ganz alleine wieder. Und der Gemeinschaftscharakter ist da ähnlich wie beim Handball.  Alle pushen und motivieren sich gegenseitig und feiern die Erfolge des Einzelnen oder der Gruppe. Deswegen trainiere ich persönlich auch lieber in der Gruppe. Kommt echt durch den Teamgeist vom Handball, aber es motiviert einen mehr wenn alle mit dir leiden.

Eine gute Abwechslung zum klassischen Sport, wie ich ihn mit Fitness und Handball betreibe, ist für mich das Skateboarden. Man unterschätzt da total wie anstrengend das sein kann. Wirkt in ersten Linie nicht wie Sport, aber durch das ständige Balancieren ist das tatsächlich auch schweißtreibend. Und wieder: total gesellig.

Man sagt ja nicht umsonst, 60% Ernährung 40% Sport.

Einen richtigen Ernährungsplan habe ich nicht. Ich achte aber immer darauf genügend Proteine und mehrseitige Kohlenhydrate zu mir zu nehmen und fühle mich auch einfach besser, wenn ich mich gut ernähre. Wenn ich in die Defi gehe oder für den Sommer oder Modeljobs ein bisschen besser aussehen möchte, verzichte ich dann etwas auf die Carbs. Ansonsten gehe ich da nicht besonders dogmatisch vor, sondern ernähre mich so, dass ich meinem Körper etwas gutes tue, gesund bleibe und vor allem leistungsfähig bin.

Was das Modeln angeht, habe ich das Glück, dass mir da eigentlich nie Druck gemacht wird, dass ich „fit aussehen muss“. Für mich fühlt sich das ganz natürlich an mich gesund zu ernähren und regelmäßig zum Sport zu gehen. Dass sich der Körper dann auch dementsprechend formt, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt – aber nicht der Grund wieso ich mich bewege.

Uni, Sport, Freunde und Job unter einen Hut zu bekommen ist manchmal gar nicht so einfach. Bis jetzt gehts es aber alles ganz gut. Ich habe eigentlich überall die Möglichkeit ins Gym zu gehen. Und da ich unter der Woche eh drei mal Handballtraining habe, ist das Bewegungspensum schon gut gedeckt. Nichtsdestotrotz ist Sport für mich auf jeden Fall immer ein perfekter Ausgleich.