Mein Herz schlägt für das Schwimmen, Radfahren und LaufenChristian

Wie viele Kinder wurde ich von meinen Eltern in jungen Jahren in einen Schwimmverein geschickt um schwimmen zu lernen. Seitdem bin ich dem Sport treu geblieben. Nichtsdestotrotz begeistert mich jede Sportart. In meiner Freizeit hab ich dann gerne alle Ballsportarten ausprobiert. Mein Herz schlägt aber dennoch für das Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Mein Wechsel vom reinen Schwimmen zum Triathlon ist dem Schulwechsel nach der 6. Klasse geschuldet. Ich wollte unbedingt auf die Sportschule, und das war der einzige Weg. Meine Lieblingsdisziplin ist dennoch das Schwimmen. Ich schwimme seitdem ich 6 Jahre alt bin und werde diese Leidenschaft einfach nicht mehr los. Ich verbinde damit sehr viele schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit.

Man kann also sagen, dass der Sport mich tatsächlich schon mein ganzes Leben begleitet und eine große Rolle spielt. Für mich gibt es kein schöneres Gefühl als Bewegung an der frischen Luft. Ob alleine oder in der Gruppe, man ist gedankenlos und frei.

Meine schönsten Erlebnisse mit diesem Sport waren ganz klar die Rennen auf der Ironman 70.3 Strecke und meine doppelte Teilnahme an der 70.3 Weltmeisterschaft in Zell am See und Chattanooga in Tennessee, USA. Trotzdem liebe ich auch die kleinen familiären Wettkämpfe. Da spürt man dann erst richtig was der Sport den Leuten bedeutet.

Vor den Wettkämpfen gibt es für mich nur ein Ritual: in der vorletzten Nacht rechtzeitig schlafen gehen! Und dann so lange es geht. In der Nacht direkt vor dem Wettkampf freue ich mich dann über jede Minute die dazu kommt. Aufregung ist der beste Freund des Sportlers, ohne ihn geht es nicht. Trotzdem gehe ich schon Tage vor dem Rennen immer und immer wieder alles durch. Mir fällt es dann leichter am Wettkampftag positiv gelaunt an den Start zu gehen. Ich freu mich auf jeden Meter im Wettkampf.

Die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen hat natürlich auch seinen Preis: viel Zeit. Meine „perfekte“ Woche sieht ungefähr so aus: Montags beginnt die Woche mit einer Schwimmeinheit am Abend in der ich 1,5 Stunden schwimme. Dienstag dann etwa 45 Minuten laufen. Mittwochs gibt es dann eine Lauf- sowie Schwimmeinheit über 1,5 Stunden. Donnerstags etwa eine Stunde auf dem Hometrainer die Beine bewegen, bevor es dann ins Wochenende geht. Freitagabend gibt es wieder eine Laufeinheit gefolgt von einer Schwimmeinheit, was in Summe um die 3 bis 4 Stunden sind.  Der Samstagmorgen sieht dem Freitag recht ähnlich. Dann wird die Woche mit einer Radausfahrt bei schönem Wetter über 3 bis 4 Stunden ausgeklungen.

Solch ein Training bedarf natürlich auch ein gutes Zeitmanagement. Sonntags wird immer die kommende Woche geplant: wann musst du aufstehen? Wann musst du losfahren? Dabei wird mir auch immer wieder bewusst wie viele Zeitfenster es gibt um Sport zu treiben. Selbst wenn es nur das Kombinieren von Arbeitswegen mit dem Rad oder einem kurzen Lauf ist.

Mein persönliches Ziel ist es mit meinen Freunden vom Berliner Triathlon-Team in der 1. Triathlon Bundesliga 2019 eine gute Figur zu machen. Wichtig ist mir dabei viel Spaß zu haben und freue mich auf die großen Rennen mit Weltklasse Athleten. Ich weiß also was ich erreichen will und, dass ich dafür oftmals mehr als 100% geben muss. Grenzen zu überwinden ist nie leicht, aber wenn man einmal dieses Gefühl von Erfolg und Genugtuung verspürt hat, dann will man es einfach nochmal erleben. Immer und immer wieder. Auch wenn es nur kleine minimale Erfolge sind. Wenn ich diese Grenzen überwunden hab empfinde ich nichts als Glück. Ich bin glücklich und möchte es am liebsten mit allen Menschen teilen. Das ist ein Gefühl, welches dir keiner nehmen kann. Du hast für dich etwas geschafft, du hast dir selbst etwas bewiesen und es gibt kein schöneres Gefühl als Glückseligkeit. Trotzdem ist meine größte Motivation immer noch die Freude an der Bewegung und diese mit anderen zu teilen.

Als kleiner Junge war ich ein großer Fan von Lance Armstrong, bis dann seine dunkle Geschichte begann. Trotzdem hatte er einen riesen Einfluss auf die Leute und viele haben durch ihn mit dem Radsport angefangen und sind bis heute aktiv. Heute habe ich viele sportliche Vorbilder, da es in fast jeder Sportart großartige Menschen gibt. Im Triathlon Sport wäre das für mich Jan Frodeno. Aber ich bin auch Fan von kleineren Geschichten, von Außenseitern dies im Sport vielleicht nicht ganz so weit gebracht haben, wie Eddie The Eagle.

Wenn ich meinem jüngeren Ich etwas sagen könnte wäre es wahrscheinlich, dass er auf seinen Körper aufpassen soll und jeden Tag an dem er Sport treiben kann genießen soll, denn er kann sich glücklich schätzen dazu in der Lage zu sein. Und dass es keine negativen Momente gibt. Es gibt nur eine falsche Betrachtung dessen. Aus allem lässt sich etwas Positives erkennen.