Mein doppelter RunwayJohanna


Ich kann einfach sein, wer ich bin. Egal ob es windig ist oder regnerisch, egal welches Wetter draußen ist, ich liebe das Laufen. Ich kann einfach sein, wer ich bin, nachdenken, den Kopf freischalten. Das ist der Unterschied zwischen früher und heute: Früher war ich auf den Wettkampf fokussiert und spezialisiert.


Der Einzelkampf. Ich war im deutschen Kader für Siebenkampf. Meine Eltern sind beides Profisportler: mein Vater Profi-Basketballer, meine Mutter Profi-Leichtathletin. Sie hat mich trainiert damals. Früh in der Kindheit habe ich angefangen. Ich mochte den Einzelkampf sehr. Man wird gefordert, fokussiert. Es stärkt deine Persönlichkeit.

Ich habe aber als Kind auch unglaublich viel ausprobiert. Basketball habe ich ungefähr 5 Jahre lang gespielt. Was unglaublich viel Spaß gemacht hat: dieser Mannschaftssport, der Fokus auf  Teamfähigkeit, die Kommunikation unter dem Team. Ich habe Tennis gespielt, Volleyball, war reiten, laufen…
Der Fokus lag aber immer auf dem Siebenkampf. Meine besten Disziplinen waren Hochsprung, Weitsprung und Hürdenlauf. Das habe ich sehr sehr geliebt.

Ich wollte meine Karriere gerade starten, hab die deutschen Mehrkampfmeisterschaften mitgemacht und den 6. Platz belegt. Dann kam der erste Kreuzbandriss. Drei waren es insgesamt. Das war mehr als hart für mich. Ich habe ein Jahr Reha gemacht, Aufbautraining, wollte wieder loslegen. Und dann immer wieder ein kleiner Niederschlag. Aber irgendwie wird man dadurch auch stärker. Also man steht einfach auf. Man kämpft einfach weiter.