Mehr als ein Alltags-AthletAlexander

Du beeinflusst das Leben anderer Menschen positiv. Und dadurch entsteht große Dankbarkeit.

Es ist erstaunlich wie sehr sich ein Körper verändern kann. Sowohl positiv als auch negativ. Wie der Körper die Einstellung zum Geist beeinflusst. Das Wechselspiel ist extrem spannend. Du kannst keinen Körper trainieren ohne auch mental zu arbeiten.

Sport spielte in meinem Leben schon immer eine große Rolle. Meine Mutter war Olympiasiegerin im Rudern. Mein Vater Weltmeister. Ich spielte in meiner Jugend lange Volleyball. Und wechselte mit 17 schließlich auch zum Rudern. Eigentlich wollte ich das nur machen um mich zubewegen und in Form zu kommen. Aber ein Jahr später saß ich im Junioren-Deutschland-Achter und bin zur WM gestartet.

Die Umstellung auf den neuen Sport war nicht ganz einfach. Natürlich hatte ich durch die Erfahrung meiner Eltern Vorteile. Aber gut war ich nicht sofort. Im Gegenteil. Am Anfang war ich sehr schlecht. Aber mein Trainer hat sich die Zeit für mich genommen. Und so konnte ich mich entwickeln.

Das Highlight meiner Karriere war definitiv der Sieg bei der Henley-Royal-Regatta. Eines der traditionsreichsten Ruder-Events der Welt! Auch der Sieg bei der U23 Weltmeisterschaft in Amsterdam war etwas Besonderes! Sowas vergisst man natürlich nicht.

Im Nachhinein klingt das alles wie eine sehr coole Karriere. Aber es gab natürlich auch Probleme. Als Leistungssportler hatte ich einen sehr organisierten Tagesablauf. Alles war auf eine Sache ausgerichtet. Da blieb wenig Zeit für andere Interessen. Auch Abstimmungsprobleme mit den Coaches gehörten dazu. Die Bundestrainer waren in Dortmund. Ich trainierte in Berlin. Wenn dann mal nicht die Leistung kam, konnten die Trainer das nicht immer richtig einschätzen.

Mit Anfang 20 habe ich mich intensiv mit Trainingswissenschaft beschäftigt. Und festgestellt, dass unser Trainingssystem nicht optimal war. Die Motivation, die bestehenden Pläne durchzuziehen ließ nach. Hinzu kam, dass ich meine persönlichen Ziele erreicht hatte. Deswegen beschloss ich mit 22 meine aktive Ruderkarriere zu beenden.

Nach einer Ausbildung ging ich in den Fitnessbereich. Ich arbeitete ein Jahr als Trainer, wechselte dann ins Personal Coaching.

Inzwischen habe ich mein eigenes Studio in Berlin: Die Alltags-Athleten. Dabei geht es nicht um Leistungssport sondern um Energie und Lebensfreude im Alltag. Therapie und Training sind bei uns eins. Es geht von alternativer Schmerzmedizin bis hin zum Powerlifting. Was mich dabei antreibt? Du beeinflusst das Leben anderer Menschen positiv. Und dadurch entsteht große Dankbarkeit.