Heute bin ich Coach SeyitSeyit

Sport ist das Zentrum meines Lebens. Wie konnte ich das vergessen?


Auch nachdem ich durch das Messer der Nazis die Narbe im Gesicht bekam…
…und ich mich als 17-Jähriger wie entstellt fühlte, war der Kampfsport immer das Einzige gewesen, was mir richtig Halt gab. Durch das Training und den sportlichen Wettkampf bekam ich damals wieder Bestätigung und Anerkennung.
„Gut“, dachte ich mir. „Was mir damals geholfen hat, wird mir auch jetzt und in Zukunft helfen.

Ich mache Sport zu meinem Beruf!“.
Dafür brauchte ich den Trainerschein. Der Lehrgang kostete aber 1.600€.
Ich fing also wieder an wie früher zu arbeiten, wusch Autos, fuhr Pizza aus und half noch hier und da, bis ich die Kohle zusammen hatte.

Dann machte ich den Trainer-Lehrgang. 
Mittlerweile hatte ich auch meiner Familie gebeichtet, dass ich meinen Job gekündigt habe und nun mein Leben auch beruflich dem Sport widmen werde.

Keiner hatte dafür Verständnis! Den Job kündigen? Bist du denn verrückt?
Ich ließ mich von meinem Plan nicht abbringen.
Als ich die Trainer-Prüfung geschafft hatte, wollte ich in einem Fitnessstudio als Trainer anfangen. Also ging ich zu verschiedenen Studios und bewarb mich – überall hörte ich die gleiche Antwort:
„Du passt hier nicht rein!“.

Nach sieben Absagen…
…sprach ich mit der Clubmanagerin eines sehr guten Studios, die mir gerade auch erklärte, dass mein Äußeres und meine Tattoos einfach nicht zum Studio passen würden, als ich sie unterbrach:
„Hören Sie zu. Mir wurde das bereits in sieben Studios erzählt. Jeder Mensch, egal wie er aussieht, egal wo er herkommt, hat eine Chance verdient. Und Sie wissen nicht was in mir schlummert, welches Feuer ich in mir habe! Vielleicht bin ich genau derjenige, den Sie suchen, der ihr Studio voranbringt“.

Ich atmete tief durch und machte mir innerlich schon darauf bereit, dass das Gespräch hiermit beendet war.
Aber ich hatte falsch gedacht. Die Clubmanagerin sagte:
„Weißt Du was? Ich gebe Dir eine Chance. Du kannst hier als Springer anfangen. Wenn ein Trainer ausfällt, übernimmst Du seine Schicht“.
Besser als nichts!
Ich sagte zu.

 Schon am nächsten Tag rief mich ein Trainer an:
„Kannst Du bitte meine Schicht übernehmen? Ich fühle mich heute nicht gut“. 
Was für eine Frage!
30 Minuten später war ich im Studio.
Noch am gleichen Tag meldete sich der nächste Trainer, ob ich auch seine Schicht übernehmen könnte. Und so ging es weiter.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ich war kurz darauf sieben Tage die Woche in dem Fitnessstudio.

Die Leute dachten, dass ich im Studio schlafe.
Wenn ich keine Schicht hatte, trainierte ich selbst. Ich brachte neuen Wind in das Studio. Alle saßen an ihren Geräten und machten Maschinentraining. Ich machte das, was ich im Kampfsport immer gemacht habe.

Ich saß nicht da und habe an der Brustmaschine Brust gemacht oder am Rudergerät Rücken. 
Ich habe mich mit meinem Körpergewicht irgendwo hochgezogen, weggedrückt, habe etwas gehoben, geschmissen oder an die Wand geworfen. 

Die Leute staunten nicht schlecht.
Die Trainingspläne für die Kunden musste ich weiter für die Geräte schreiben. Ich schrieb aber nach und nach immer mehr Eigengewichtübungen mit rein, lies die Leute Ausfallschritte machen und gesprungene Kniebeugen. Die anderen Studiomitglieder saßen weiter brav an ihren Geräten.

Irgendwann wussten alle im Studio genau:
Der da hat einen Trainingsplan bei Seyit. Ich ging rum und verteilte Visitenkarten. Ich habe den Leuten aber nicht wie andere Trainer gesagt, dass Sie dies oder das falsch machen. Ich bin einfach hingegangen, habe mich vorgestellt und gesagt:

„Wenn Du irgendeine Frage hast, sprich mich an. Ich bin von morgens bis abends hier. Ich kann Dir helfen!“.

Ich hatte ja meine Vision:
Ich wollte der Trainer sein, der die Menschen zu mehr Bewegung und zur richtigen Philosophie motiviert & inspiriert. 

Training muss anstrengend sein! Ich habe das Jedem gesagt:
Wenn Du hier hinkommst ins Studio, musst du trainieren. 
Wenn du später rausgehst, musst du erschöpft sein. 
Wenn du nicht erschöpft bis, hast du nicht trainiert. 

Dein Körper muss erschöpft sein, damit du eine hormonelle Ausschüttung hast.
Damit dein Körper versteht: „Boah, das darf mir nicht mehr passieren. Ich muss stärker werden und mich anpassen.“
Ich sprach mit einem Freund und erzählte ihm von meiner Vision. Er sagte etwas Schlaues zu mir: „Seyit, kennst du einen mega-krassen, heftigen Boxer in Afrika? Nein! Weil den nämlich niemand sieht! Und er hat auch keine diese Möglichkeiten wie du in Deutschland es zu zeigen. Du musst den Leuten zeigen, was du kannst!“.

Am nächsten Tag im Studio ging ich zu einem Trainerkollegen und fragte ihn,
wann im Studio am meisten los sei.
Seine Antwort war: „Also um 17,18Uhr ist hier die Hölle los. Geh da bloß nicht trainieren! Das ist nur nervig“.
Ich dachte mir: Alles klar. 17Uhr. Trainingsbeginn.
Da stand ich dann Tag für Tag um 17 Uhr auf der Fläche, das Studio rammelvoll, ich mit meiner Matte, Medizinball, Kettlebell und habe richtig losgelegt. Bam, bam, bam! Ich habe mich in jedem Training zerissen.

Und alle standen nur da und dachten: „Boah, was für ein krasser Typ!“. 

Es dauerte nicht lange, dann kam irgendwann der erste junge Kerl auf mich zu und fragte, ob ich auch Privattraining gebe. „Mein Bruder trainiert bei einem anderen Trainer und ich will ihn zerstören!“.

Das war die Geburtsstunde von Coach Seyit.
Ich habe mit ihm trainiert und ihn zur Maschine gemacht. Er musste mit 20kg Gewichtsweste durch das Studio rennen, da wussten die anderen im Studio noch gar nicht was das ist!

Nach fünf Wochen kam sein Bruder zu mir:
„Ich trainiere seit zwei Jahren mit einem Personal-Trainer. Wie kann das sein, dass mein Bruder nach ein paar Wochen fitter ist, als ich? Kann ich mal mit kommen zu eurem Training und mit machen? Ich meinte nur: „Ja, klar. Mach mal mit!“.

Am Tag darauf hat er mit seinem Bruder also das Training mitgemacht. Er dachte wohl, dass er relativ fit wäre. Nach 30 Minuten war er kreidebleich und musste sich übergeben.
Das Training war für ihn beendet. 

In der Folgezeit wurden es immer mehr Anfragen.
Ich hatte irgendwann 33 Personal-Trainings pro Woche. Ich bin zur Studioleitung gegangen und meinte, dass ich keine Flächentrainings mehr geben kann. Die Clubmanagerin nickte mir mit einem Lächeln zu: „Gut gemacht Seyit. Du hast mich nicht enttäuscht!“.

Jahre später habe ich nun alles erreicht, was ich mir je erträumt habe. 

Ich gehöre zu den erfolgreichsten Trainern Europas.
Ich war dreimal auf dem Cover der größten Fitnesszeitschriften, habe Bestseller-Bücher geschrieben, war in den Medien präsent und halte Vorträge vor vielen Menschen.

Und immer noch gebe ich Personal-Training, Tag für Tag, weil es das ist, was ich liebe.

Sport!
Training!
Coaching!

Euer Seyit.

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