FÜR MICH IST SPORT WIE DIE LUFT ZUM ATMENMichaela

Was mich treibt und leitet am Sport?

Für mich ist Sport, wie die Luft zum Atmen. Es ist mein Leben. Und wenn ich Sport machen kann und noch andere Leute mitreißen kann, dann ist das für mich das Größte und das Schönste der Gefühle.

Schon von Kindesbeinen an habe ich immer super viel Sport gemacht. Alle möglichen Sportarten durfte ich ausprobieren: Sei es Kunstturnen, Leichtathletik, Judo, Reiten, Tennis. Ich habe leistungsmäßig Squash gespielt, weil mein Vater auch Squash gespielt hat. Mein Vater hat mir früher im Wohnzimmer das Tanzen beigebracht. Alle Standardtänze kann ich von ihm. Ich denke, das hat mich sehr geprägt. Ich bin sehr dankbar dafür. Das Tanzen, die größte meiner Leidenschaften, werde ich wahrscheinlich mein Leben lang nicht aufhören.

So kam eins zum Anderen

Später, nachdem ich schon meine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht hatte, lernte ich im Fitness-Studio einen Group-Fitness-Trainer kennen, bei dem ich fortan Stunden nahm. Das machte mir so ungeheuren Spaß und irgendwann sagte er zu mir: „Du hast so eine tolle Ausstrahlung und irgendwie könnte ich mir dich super vor der Gruppe vorstellen!“ Zuerst hatte ich mich nicht so richtig getraut das zu machen, aber nach einer gewissen Zeit sagte ich mir: „Ach komm, ich probiere das jetzt!“ Dass ich diese Group-Fitness-Ausbildung mache, davon hatten dann schon diverse Leute aus unterschiedlichen Fitness-Studios Wind bekommen. Ich war also noch gar nicht fertig ausgebildet, da durfte ich schon Stunden unterrichten. So bin ich da in etwa reingerutscht. Meinen Bürojob formte ich zu einer Teilzeitstelle um und nebenbei unterrichtete ich.

Einmal Amerika und zurück

Irgendwann kam der Moment, da ich dachte: Ich muss jetzt noch etwas erleben. Ich muss noch irgendwohin –  am besten nach Amerika! Mein Vater war auch viel in Amerika und  ich bin sehr geprägt von ihm. Lustigerweise hatte es sich dann tatsächlich so ergeben, dass mein Freund damals nach Amerika ging und ich ging mit ihm. Dort, in New York, machte ich eine Tanzausbildung, während ich in Princeton New Jersey wohnte. Es waren insgesamt etwa 2,5 Jahre, die ich in Amerika lebte. Als ich zurückkam, gab ich nach kurzer Zeit den Bürojob ganz auf. Ich wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.

Zwischenzeitlich hatte ich nämlich auch noch das Glück, dass ich auf der FIBO eine Bekannte wiedertraf, die für ihre Videoproduktion noch Mitstreiter suchte. Ich konnte mir das gut vorstellen. Also wurde ich Darstellerin bei TELEGYM. Und hier wurde ich -wie man so sagt- bereits „gesichtet“.

Die schönsten Kulissen der Welt und ich davor

Mit derselben Bekannten machte ich im Anschluss noch eine Produktion in Südafrika. 4 Wochen Südafrika, in denen wir, glaube ich, 7 DVDs aufnahmen. Diese ersten Produktionen, die ich in Südafrika gemacht habe, das zu erleben, dort zu stehen vor der Kamera und gleichzeitig den Tafelberg zu sehen, das war für mich damals der absolute Wahnsinn. Und eigentlich prägen mich bis heute alle meine Drehs. Immer wieder.  
Hier in Südafrika war es auch, dass die Regisseurin auf mich zukam und sagte: „Du musst eigene DVDs machen! Ich stell Dich vor bei UNIT. Entwickel da mal was!“ UNIT ist bis heute meine Produktionsfirma. Meine erste Produktion war für Weight Watchers und dann nahm das so seinen Lauf. Wenn ich in meinen Robinson Clubs beispielsweise draußen unterrichten kann oder am Meer, wenn ich Yoga-Stunden in der Natur an den unterschiedlichsten Orten unterrichten kann oder auch Bootcamps, dann ist das natürlich nochmal eine Nummer schöner. Aber auch Indoor-Drehs haben ihren Reiz.

Was diese Menschen in mir sehen?

Was man mir  immer wieder nachgesagt hat ist, dass ich eine tolle Ausstrahlung hätte und die Leute einfach mitreißen und motivieren könne und dass mir das auch über den Fernseher oder die Medien an sich gelinge, nicht nur auf der Bühne. Live ist das ja immer nochmal ein bisschen einfacher. Das ist das, was mir die Leute immer wieder rückmelden, dass es Wahnsinn sei, wie sie durch meine Ausstrahlung motiviert werden. Durch das, wie ich bin.

Ich habe mit meinen Kunden eigentlich immer Spaß

Ganz viele Kunden von mir sind von ihrem Alltag extrem eingenommen, so dass ich sie im Personaltraining beispielsweise ersteinmal reden lasse.  Es ist wichtig sie zu kennen und sie allen voran von dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Ganz ganz wichtig ist es für mich außerdem, dass man auch im Sport gemeinsam lachen kann. Mein Leitsatz ist schlicht:  Ich möchte Anderen den Spaß an der Bewegung vermitteln. So ein richtiges Geheimrezept wie man Andere dazu motiviert gibt es, denke ich, nicht. Es braucht eben ein bisschen Empathie und ein bisschen Verständnis für alles und gleichzeitig braucht es auch eine gewisse Portion von Forderndsein ohne zu Überfordern.

Den Menschen Spaß an der Bewegung zu vermitteln, bedeutet manchmal auch den Menschen die Angst zu nehmen. Wenn zum Beispiel in Robinson Clubs Leute zu mir kommen und sagen „Ich kann nicht tanzen, mir gefällt es ja, aber ich sehe so schlimm dabei aus.“ Dann kann es wichtig sein den Menschen zu sagen „Nein, ist doch ganz egal, mach das, woran du Spaß hast, man lebt nur einmal!“

Der Domino-Effekt

Mittlerweile darf ich mein jetzt 19-jähriges Wissen im Bereich Group Fitness auch weitergeben an die Generation, die jetzt in diesem Bereich nachrückt. Ich bilde die Group-Fitness-B-Lizenz aus und es bereitet mir immer wieder riesige Freude die Entwicklung der Teilnehmer innerhalb dieser Ausbildung zu sehen und aus ihnen gute und neue Trainer zu machen. So dass auch sie diesen Spaß an Bewegung anderen und noch mehr Menschen weitervermitteln. Für diese Aufgabe bin ich unfassbar dankbar!

Mit sich in sich sein: Yoga

Yoga mache ich auch seit einigen Jahren. in diese ruhigere Schiene bin ich erst ein bisschen später gekommen. Man muss nämlich ganz ehrlich sein, altersbedingt wird man einfach ein bisschen ruhiger. Beim Yoga merke ich, dass es mir einen super wohltuenden Ausgleich bietet. Sich einfach zu dehnen, zu relaxen, ein bisschen abzuschalten,  mit sich und gleichzeitig in sich zu sein. Das hilft einfach bei all den anderen Aktivitäten, die man noch so rings um hat, z.B. all dem Bürokram, der auch ansteht, wenn man selbstständig ist.

Wenn ich weiß, ich bin am Ende komplett kaputt. Das ist für mich die Erfüllung!

Tanzen werde ich wahrscheinlich mein Leben lang nicht aufhören. Es ist meine größte Leidenschaft, daneben liebe ich das KiteSurfen. Da bin aber ich komplett für mich, kann abschalten, kann die Umgebung genießen und ähnlich ist es mit vielen Outdoor-Aktivitäten: Klettern und  Mountain-Biken z.B.. All das sind für mich Ausgleichs-Sportarten. An den ganzen functional Workout-Sachen finde ich dann wiederum einfach sensationell, dass man mit dem eigenen Körpergewicht so viele Sachen machen und trainieren kann und auch wirklich extrem große Erfolge erzielen kann.

Ein typisches erfolgreiches Training bedeutet für mich, dass ich mich auspowern kann. Ich muss im Nachhinein einfach spüren, dass ich etwas getan hab. Und das muss ich am besten am ganzen Körper spüren. Mich pusht es, wenn ich sage, da geht noch einer, während ich merke, da geht gerade wirklich nichts mehr. Das ist das, was mich wirklich motiviert: Meine Grenzen zu spüren, mich.