Ein LebensgefühlAnika

Was ich so sehr an der Sportart liebe? Es ist mehr als nur ein Sport. Es ist Sommer. Es ist gute Laune.

Die Sonne steht tief. Ich atme kurz durch, dann geht’s rüber zum Aufschlag. Der Sand unter meinen Füßen ist angenehm warm. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren! Ich laufe an und springe hoch. Meine Hand trifft den Ball. Schräg gegenüber platziert sich meine Gegnerin. Sie hat Schwierigkeiten bei der Annahme. Nicht zuletzt wegen der blendenden Sonne. Der Ball springt von ihrem Arm nach links. Ihre Mitspielerin hechtet hinterher. Aber zu spät. Der Ball landet im Sand. Punkt für uns!

Ich erinnere mich noch gut. Damals war ich sieben Jahre alt. Mein erster Kontakt mit Volleyball. Eine Freundin meiner Mutter nahm mich mit zu einer Trainingsgruppe für Kinder. Meinen Eltern wäre es lieber gewesen wenn ich zum Schwimmen gegangen wäre. Aber seitdem ich das erste mal Volleyball spielte, war es um mich geschehen. 

Die nächste Jahren war ich infiziert! Das Team – der Wettkampf – die Emotionen. Ich war voll drin! Manchmal denke ich zurück an die Meisterschaft in der U12. Die haben wir uns gemeinsam als Mannschaft erarbeitet. Mir ist der Team-Charakter beim Volleyball super wichtig. Denn wenn ich mich einer Mannschaft verpflichtet fühle, dann möchte ich auch meine Leistung bringen. 

Auf dem Platz kann ich sehr emotional werden. Nach engen Punktgewinnen platzt es dann einfach aus mir heraus. Manchmal auch nach Verlusten. Aber so einfach lasse ich den Kopf nicht hängen. Ich versuche dann die negativen Emotionen in Ehrgeiz umzuwandeln: „Jetzt erst recht!“

Den ersten Kontakt mit Beachvolleyball hatte ich 2010. Und was soll ich sagen… Beachvolleyball „bockt“ einfach. Was ich so sehr an der Sportart liebe? Es ist mehr als nur ein Sport. Es ist Sommer. Es ist gute Laune. Beachvolleyball ist ein Lebensgefühl. Wie oft saßen meine Mitspieler und ich Abends zusammen am Lagerfeuer, nachdem wir uns den ganzen Tag im Sand ausgepowert haben?

Und nicht nur auf dem Platz lebe ich für den Sport. Ich bin ehrenamtliche Vorsitzende des BeachL-Clubs in Leipzig. Der Verein wurde vor drei Jahren gegründet. Damals mit 80 Mitgliedern. Inzwischen sind wir mehr als 500 Leute im Verein. Eine echte Erfolgsgeschichte. Und natürlich habe ich auch noch sportliche Ziele: Einmal bei der Deutschen Meisterschaft dabei sein. Das wäre ein Traum. Doch bis dahin müssen noch viele Punkte erspielt werden.