Nach TagX - Der Kampf geht weiterSeyit

Ich war arbeitslos und leicht depressiv. Dann kam ein Tag, der bei mir vieles veränderte!

Für mich als 17-Jähriger ist damals meine Welt zusammengebrochen.
Nachdem uns die Nazis angegriffen hatten, war mein Freund Joe gerade noch mit seinem Leben davongekommen.

Es war der Horror! Ich hatte sehr zu kämpfen.

Abgesehen von Schulter und Hals hatte ich eine große Narbe im Gesicht. 

Für einen Jungen, der mit 17 den Mädels hinterherrennt, ist das für sein Selbstwertgefühl eine Katastrophe. Die Mädels dachten: „Wie schaut der denn aus?“. Und so wie ich aussah, bin ich auch in keinen Club mehr reingekommen.

Auch mein Alltag war ein einziger Kampf.

Ich hatte mein Fach-Abi bestanden und brauchte Kohle, weil ich unbedingt studieren wollte. Also begann ich mein BWL-Studium und fing „nebenbei“ an zu arbeiten. „Nebenbei“ war aber schnell nur noch das Studium. Denn ich hatte einen starken Willen. Ich wollte es durch Fleiß und harte Arbeit aus dem Viertel rausschaffen.

Meine Tage sahen so aus:

5.00Uhr. Der Wecker klingelt.

Von 6-12 Uhr habe ich Autos geputzt bei einer Mietwagenfirma. 

Um 13 Uhr war ich beim Pizzalieferdienst und habe dort bis 20.00Uhr Pizzas und Croques ausgefahren. 

Um 20Uhr war zwar dort Feierabend, für mich ging es aber nur kurz nach Hause, duschen, umziehen, Schutzweste an und ab zum Club, wo ich bis morgens 2Uhr an der Tür gearbeitet habe. 

Es war eine harte Zeit.
Ich schaffte trotzdem irgendwie meinen Studienabschluss und fing an Bewerbungen zu schreiben.
Nach 70 Bewerbungen fand ich endlich einen Job im Marketing bei einer asiatischen Firma. Die Freude über die Zusage war aber schnell verschwunden als ich erkannte, dass dieser Bürojob überhaupt nichts für mich war und ich es dort keinen Tag länger aushalte.

Nach sechs Monaten kündigte ich.

Meiner Familie konnte ich das nicht erzählen…
…und so ging ich weiter jeden Morgen mit meinem Anzug aus dem Haus und setzte mich dann eben in ein Café und dachte über mein Leben nach.
Oder, wenn ich ehrlich bin, dachte ich eigentlich nur:
„Das Leben ist scheiße!“
Ich war arbeitslos und leicht depressiv.

Dann kam ein Tag, der bei mir vieles veränderte.
Ich saß wieder morgens in irgendeinem Café, als ein Freund in seiner Mittagspause vorbeikam und wir uns länger unterhielten.

Er sagte:
„Seyit, Du gibst doch noch dieses Training für die Kids im Jugendhaus, oder? Sport ist doch dein Ding. Mach doch einen Trainerschein!“.

Fortsetzung folgt. (Mehr zu Seyit –> weiter unten)

Coaching-Tipps und Trainingspläne

Für Seyits Coaching-Tips und Trainingspläne hier anmelden!

Unter allen Teilnehmer*Innen verlosen wir eine Personal-Training-Einheit mit Coach Seyit (in Hamburg).