Bewegung ist Yoga.Isabel

Es war für mich fast unumgänglich mit dem Sport zu beginnen. Meine Großmutter und meine Mutter waren leidenschaftliche Leichtathletinnen in der Disziplin Sprint. Und generell war meine Familie sehr sportlich.

Mit 10 Jahren habe auch ich dann in einem Leichtathletik-Verein angefangen. Natürlich auch in der Disziplin Sprint. Ich hatte leider nicht so viel Glück mit meinem Trainer, sodass ich 5 Jahre später schon wieder das Handtuch schmiss. Was ich übrigens bis heute bereue! Aber die Dinge und Entscheidungen im Leben sind, wie sie sind.

Was mir blieb war die Leidenschaft für den Sport und so bin ich etwas später zum Fitness gekommen. Mir haben die Kurse und die Arbeiten mit den Geräten unheimlich viel Spaß gebracht. So viel Spaß, dass dadurch letztendlich der Traum entstand Fitness Trainerin zu werden.

Nach dem Fachabi im Bereich Bekleidung fing für mich ein völlig neuer, aufregender Lebensabschnitt an. Ich hab mit jungen 19 Jahren angefangen zu modeln und die Welt zu bereisen. Auch wenn ich dadurch unfassbar schöne Orte gesehen habe und in den verschiedensten Metropolen gewohnt habt, wusste ich, dass es mich nicht erfüllt nur zu modeln. Besonders der Druck immer in Shape zu sein, immer fit zu sein und gesund auszusehen, nicht zu wissen, wo mein eigener Wert ist, mich selbst und meinen Körper nicht annehmen und mögen zu können, haben diese Zeit zu einer großen Herausforderung und auch schwierigsten Zeit in meinem Leben gemacht.

Ich habe eine Zeit lang in Kapstadt gewohnt und während dieser Zeit ziemlich intensiv Yoga gemacht. Ich war begeistert! Ich erinnere mich noch an meine erste Stunde. Es war so aufregend und schwierig bei all dem Trubel in der Modebranche still zu sitzen und meinem Atem die komplette Aufmerksamkeit zu schenken. Ich hatte in dieser Stunde das Gefühl, nach Ewigkeiten mal wieder so richtig in Kontakt mit meinem Körper zu sein. Ein neuer Traum entstand…

Bewegung ist Yoga.

2011 habe ich in Indien meine Yoga-Ausbildung gemacht. Ich wollte lernen wer ich bin und wofür mein Herz wirklich schlägt. Heute weiß ich, dass es das Beste war, was ich tun konnte.

Die Yoga Philosophie ist der Ursprung von so vielem. Bewegung ist Yoga.

Die Zeit in Indien hat mir gezeigt wie ich meinen Körper mit meinem Geist verbinden kann und mir Selbst und meiner inneren Stimme zu folgen.

Nichtsdestotrotz wusste ich, dass es da draußen noch mehr als Yoga gibt. Es wird ein wichtiger Teil in meinem Leben sein und ich wollte die Praktik auch in meine Trainingsroutine einbauen. Aber in der Trainings Welt gibt es noch so viel mehr, so viel Wissen – ich wollte alles erforschen und wissen.

Schon während der Yoga Ausbildung merkte ich, dass 200 Stunden zu wenig war, um alles über die Anatomie und Krankheitsbilder des Menschen zu lernen. Ich wollte mehr.

Mir war klar, dass der sportliche/körperliche Bereich nur ein Teil von dem großen Ganzen ist. Mir war auch klar, dass ich als Coach in diesem Bereich einiges abdecken möchte. Ich habe eine Pilates Ausbildung gemacht, die Fitness-Trainer-B-Lizenz und während meiner Tätigkeit in einem Fitness-Studio erste Erfahrungen im Bereich Personal Training gemacht. Das war eine super spannende Zeit mit vielen tollen Menschen, Erkenntnissen und neuem Wissen. Und wie es dann immer so ist, lernt man plötzlich eine Person kennen und es eröffnen sich unglaublich tolle neue Möglichkeiten und Ideen.

So habe ich dann letztes Jahr meine Funktional Personal Trainer Ausbildung bei Perform Better gemacht – ebenfalls eine unglaublich gute Entscheidung! Ich habe so viele gleichgesinnte Menschen kennengelernt, von denen ich heute noch dazulernen kann.

Heute lebe ich meinen Traum.

Jetzt arbeite ich in Berlin als Personal Trainerin und unterrichte Kleingruppen, lebe meine Leidenschaft und meine Berufung – was mich jeden Tag unfassbar glücklich macht. Die Arbeit als Model habe ich nicht komplett aufgegeben. Ich liebe es vor der Kamera zu stehen. Mit dem Unterschied, dass ich heute weitaus gesünder mit meinem Körper umgehe, weiß wie ich trainieren muss, um in Shape zu sein und mich einfach nicht mehr so stresse.

Personal Trainer zu sein ist unglaublich vielseitig und aufregend. Es gibt immer wieder aufs Neue einzigartige Erlebnisse. Wenn Klienten nach der Stunde zu mir kommen und sich wohler in ihrem Körper fühlen, verbundener fühlen und selbstbewusster fühlen, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Da geht mein Herz auf und ich weiß, warum ich das alles mache. Ich möchte das Beste aus jedem Menschen rausholen, ein neues Körperbewusstsein schenken, ihnen zeigen, dass sie stärker sind als sie denken (- was übrigens auch mein Lieblings-Leitsatz ist).

Bei mir steht Qualität ganz weit vorne und mir ist es wichtig, dass meine Klienten das Verständnis der Funktionen ihres eigenen Körpers erlangen. Das setzt natürlich auch ein umfangreiches Wissen meinerseits voraus. Aber Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es ja wie Sand am Meer. Bei mir steht für 2020 die EXOS Ausbildung an, worauf ich mich schon sehr freue.

Ich möchte mir selbst meine beste Freundin sein.

Neben dem ganzen sportlichen Fachwissen spielt aber auch die Persönlichkeitsentwicklung für mich eine große Rolle. Neue Lebensumstände, das eigene Business und das Modeln unter einen Hut zu bekommen, war für mich letztes Jahr sehr herausfordernd. So eine stressige Zeit kann einen da schnell runterziehen und den Geist unruhig und negativ werden lassen.

Es gab zu dieser Zeit aber einen Zeitpunkt, an dem ich entschieden habe, dass ich so nicht leben will. Ich möchte mir selbst meine beste Freundin sein, mich so annehmen und lieben, wie ich bin.

Ich weiß, dass wir nicht nur körperlich, sondern auch mental stärker sind als wir denken und wollte auch hier noch mehr dazulernen. Ich wollte wissen zu was wir mental in der Lage sind.

Eine großartige Selbsterfahrung durfte ich dieses Jahr während meines ersten Vipassanas, Schweige-Seminars, machen. Vipassana schult seinen Geist zu beobachten und zu reinigen, deine Empfindungen im Körper wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten.

Die 10 Tage ohne jegliche Ablenkung von außen haben mir noch mehr gezeigt, dass wir wirklich Herr unserer Gedanken sind und wir entschieden wie und was wir denken.

Ein großes Geschenk, was ich aus der Zeit mitgenommen habe, ist zu tiefst in Liebe und Mitgefühl mit meinen Mitmenschen zu sein. Und tiefen Frieden und Harmonie in mir zu spüren.