Nach dem Yoga fühle ich mich wie nach einen Tag im Spa.Mireira

Ich brauch unbedingt mehr Bewegung im Leben…

Dachte ich mir und habe dann mit dem Laufen angefangen. Ich hab nie wirklich eine Leidenschaft entwickelt, wie viele es beschreiben. Für mich war es eher Mittel zum Zweck. Ich war zwar immer ziemlich schlank, habe mir aber dennoch nie gefallen. An einem gewissen Punkt habe ich mir gesagt, dass ich fitter und gesünder werden möchte. Dazu zählt natürlich auch die Ernährung und so habe ich mir mit meiner ersten Laufeinheit auch einen Ernährungsplan gebastelt. Im Laufen bin ich eher intuitiv vorgegangen und einfach langsam angefangen und alles getrackt um den Fortschritt direkt verfolgen zu können. Angefangen mit 10 Minuten konnte ich nach einigen Monaten dann schon 40 komplett durchhalten. Ich habe mich besser gefühlt, stärker, motivierter, als ob ich mehr erreichen könnte. Bin über meine Grenzen gegangen und war viel zufriedener mit meinem Körper. Irgendwie insgesamt glücklicher und offener. Dieses tolle Gefühl hat absolut süchtig gemacht.

Mit dem vielen Sport kam dann auch die erste Verletzung, sodass ich nicht mehr als 20-30 Minuten am Stück laufen konnte ohne Schmerzen zu haben. Das war der Punkt wo ich mich umorientieren musste – Fitness, Krafttraining, HIIT. Letztendlich bin ich über einen Bodybalancekurs im Studio dann zum Yoga gekommen. Ich weiß noch, dass ich mich nach der ersten Stunde richtig gut gefühlt habe. Keine Schmerzen im Knie oder Rücken, mein Körper fühlte sich beweglich an – ich habe es genossen. Im Anschluss habe ich dann zu Hause mit Yoga angefangen. Ganz einfach mit Youtube-Videos und habe mir nach und nach die Basics angeeignet, bis ich dann die Gelegenheit genutzt habe und zu meiner ersten richtigen Yogastunde gegangen bin.

Ich wollte mehr über den Körper und die Philosophie dahinter lernen.

In meinen ersten Stunden wusste ich manchmal nicht, ob meine Ausführung richtig war. Ich wollte mehr über den Körper und die Philosophie dahinter lernen. Schließlich hatte ich mittlerweile fast keine Rückenschmerzen mehr und meine Stimmung war nach den Einheiten immer viel besser. Ich konnte besser schlafen und im Alltag auch viel besser mit Stress umgehen. Ich habe an mir selbst gemerkt, wie sich Yoga auf mein Leben ausgewirkt hat und wollte das unbedingt auch mit anderen Menschen teilen. Die logische Schlussfolgerung war dann für mich eine Yogaausbildung zu machen. Ich glaube Yoga eignet sich grundsätzlich für jeden, man muss nur den richtigen Stil für sich finden. Und das ist auch das Schöne am Yoga – es ist so super vielseitig und individuell.

Nach dem Yoga fühle ich mich wie nach einen Tag im Spa.

Durch das Training habe ich viel über meinen Körper und Mindset gelernt. Auch wo meine körperlichen und geistigen Grenzen liegen und wie ich diese erweitern kann. Yoga hat mir Disziplin beigebracht. Du musst dranbleiben wenn du vorankommen willst, das gilt im Yoga als auch in anderen Bereichen. Du musst üben, üben, üben, darfst dich aber gleichzeitig auch nicht auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Manchmal sehe ich alte Yogabilder von mir und bin erstaunt, was ich mittlerweile erreicht habe. Das ist übrigens auch mein Tipp für Anfänger: dokumentiert euren Fortschritt. Es ist die beste Motivation zu sehen wie weit man bereits gekommen ist. Auch mental. Und das sieht man auf den Bildern natürlich nicht. Wie komfortabel ich mich in diesem Asana fühle, wie ruhig mein Atem ist, wie mein Körper sich anfühlt.

Beim Yoga habe ich Neugier entdeckt: kann mein Körper das machen? Welche Muskeln muss ich aktivieren? Wo ist mein Atem? Ich habe auch Ängste überwunden. Ich hatte, und habe noch, Angst vor Umkehrhaltungen wie dem Kopf- oder Handstand. Jeden Tag übe ich nun, zum einen um besser zu werden und zum anderen um mit der Angst besser umgehen zu können. Wer weiß, vielleicht schaffe ich dann irgendwann mal einen perfekten Handstand…!

Yoga und Meditation gehen ziemlich oft Hand in Hand. Was das betrifft bin ich auf jeden Fall noch Anfängern, aber es wird jeden Tag besser und einfacher in die Meditation zu finden. Mittlerweile gibt es für Anfänger zahlreiche Apps. Ich habe mit „Mindfulness“ jeden Tag 5 Minuten geübt. Mittlerweile meditiere ich mit geführten Meditationen 10 bis 15 Minuten. Meist direkt nach der Yogapraxis oder abends zum runterkommen. Für mich ist es ein hilfreiches Tool sich besser kennenzulernen, zu verstehen wie man mit Situationen und Emotionen umgeht und…. Ruhe.